Bessere Entscheidungen treffen

Mit diesen Werkzeugen sofort bessere Entscheidungen treffen und helfen Dir die Ursache für schlechte Entscheidungen zu erkennen

20.000 Entscheidungen treffen wir pro Tag – von der Frage was wir anziehen, bis zum „Ja“-Wort für die Ehe und in der Summe machen all diese Entscheidungen unser Leben aus. Damit die Summe in Deinem Fall positiv wird und Du bessere Entscheidungen treffen kannst, zeige ich Dir die Top 9 Gründe für schlechte Entscheidungen und was Du dagegen tun kannst! 

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Was sind die Top 9 Gründe dafür, dass wir im beruflichen und privaten Umfeld schlechte Entscheidungen treffen?

  1. Emotional aufgeladen Entscheidungen treffen – „Zu nah dranstehen“
  2. Angst vor den Konsequenzen – Stattdessen lieber „ausharren“ im Status Quo
  3. Überheblichkeit – Dem Glauben an die eigenen Fähigkeiten unterliegen
  4. Wahrheit ausblenden – Die Augen verschließen und auf Glück hoffen
  5. Faulheit – Den Status Quo akzeptieren, um keine Arbeit haben zu müssen
  6. Zu wenig oder Keine Planung – Unerwartete Dinge nicht beachten
  7. Unentschlossenheit – Die eigenen Fähigkeiten nicht gut genug kennen
  8. Zu vorschnell – Der Intuition zu sehr trauen
  9. Gar nicht entscheiden – Wer nicht entscheidet, für den entscheiden andere

Hast Due aus einem dieser Gründe heraus schon einmal eine schlechte Entscheidung getroffen? Damit stehst Du nicht alleine da.

Wie kannst Du bessere Entscheidungen treffen?

1. Keine emotional aufgeladen Entscheidungen treffen

In emotional aufgeladenen Situationen treffen wir echt miese Entscheidungen. Der Grund dafür liegt darin, dass der „Fight-or-Fight“-Reflex ausgelöst wird. Du kennst das bestimmt: Der Puls wird schneller, die Atmung flacher und alles dreht sich nur noch um diese eine Situation. (Hoffentlich nicht so, wie beim Herren in diesem Video 😉 ).

Du wirst lachen, aber besonders häufig kommt dieser Moment bei banalen Entscheidungen vor. Beim Anblick eines Stück Kuchens zum Beispiel wird der „Fight-or-Flight“-Reflex ausgelöst. Dein Körper geht in den adrenalingeladenen Zustand über und in diesen Momenten glaubt Dein Kopf „Wenn ich dieses Stück Kuchen jetzt nicht esse, dann werde ich sterben!“.

Deshalb fällt es uns so schwer Süßigkeiten zu widerstehen, das Rauchen aufzuhören oder die Chips-Packung wieder aus der Hand zu legen. Unsere Gehirne stammen aus einer Zeit, in der wir Menschen um jedes bisschen Kalorien kämpfen mussten.

Der einfachste Trick der Welt um bessere Entscheidungen zu treffen

Die Frage ist also, wie kannst Du den „Fight-or-Flight“-Reflex Deines Körpers kontrollieren?

  1. Simpel, yet efficient: Mehrmals am Tag bewusst langsam atmen (ca. 6 – 8 Züge die Minute). Das aktiviert den Parasympatikus und wirkt dem Fight-or-Flight-Reflex entgegen.
  2. Vor der Entscheidung kurz die Augen schließen und einmal kurz durchatmen. Dir wird dann wieder bewusst, dass Du nicht in Lebensgefahr bist.

Für Mindteller:

Frage Dich: Wie würde der Held der Versuchung widerstehen?

Nimm die Körperhaltung des Helden ein und überlege Dir, was für Handlungen er an den Tag legen würde, um der Versuchung zu widerstehen.

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Bildquelle: tookapic von Pixabay

2. Angst vor den Konsequenzen

Im Privaten und Beruflichen müssen wir Entscheidungen treffen, die manchmal mehr Menschen als uns selbst betreffen – Als Teamleiter, Geschäftsführerin oder Familienvater. Die Entscheidungen die wir treffen haben automatisch Auswirkungen auf die Menschen die uns etwas bedeuten oder für die wir Verantwortung übernommen haben.

Die Schwierigkeit in solchen Momenten ist, dass Angst uns dazu bringt auf Nummer sicher zu gehen und stattdessen den Status Quo lieber zu akzeptieren.

  1. Die alleinerziehende Mutter behält ihren schlechtbezahlten Job, aus Angst nicht für ihre Kinder sorgen zu können
  2. Die gestresste Geschäftsführerin läuft Gefahr einen Burnout zu bekommen, weil sie niemandem die Arbeit zutraut und um ihre Firma fürchtet
  3. Der Freelancer geht keine großen Projekte an, aus Angst er sei ihnen nicht gewachsen

Diese oder andere Situationen können dafür sorgen, dass wir aus Angst den Status quo aufrechterhalten. Aber auch für diese Situationen gibt es eine Möglichkeit, wie Du bessere Entscheidungen treffen kannst:

Bessere Entscheidungen treffen

Unsplash – Von Pixabay

10/10/10 Methode: Bessere Entscheidungen treffen durch Abstand

Es gibt Momente, in denen weißt Du genau, was Du tun solltest und welche Entscheidung zu treffen ist. Doch die Angst in diesem Moment ist größer als die Vernunft. Manche Entscheidungen führen zu temporärem Schmerz. In diesen Momenten ist der temporäre Schmerz größer, als das Ergebnis in der Zukunft. Die 10/10/10 Methode hilft Dir dabei, bessere Entscheidungen zu treffen.

  1. Nimm Dir einen kurzen Moment und begebe Dich an einen Ort, an dem Du ungestört sein kannst.
  2. Du triffst jetzt die Entscheidung, die Du für richtig hältst. Wie wirst Du Dich in 10 Minuten fühlen, Dich so entschieden zu haben?
  3. Wie wirst Du Dich in 10 Monaten fühlen, nachdem Du diese Entscheidung getroffen hast?
  4. Wie wird es sich in 10 Jahren anfühlen, nachdem Du diese Entscheidung getroffen hast.

Mit dieser Technik gewinnst Du den nötigen Abstand zu Deiner Entscheidung. Die meisten Entscheidungen lassen sich leichter treffen, wenn Du Abstand dazu gewinnst. Diese Mindtelling Methode erzählt die Geschichte in der nahen und fernen Zukunft. Die Risiken der Gegenwart verblassen damit.

Für Mindteller:

Werde Dir bewusst darüber, dass Dein Held in der Vergangenheit schon andere schwere Hürden überwunden hat. Dein Held würde es vermutlich nicht zulassen, eine untragbare Situation weiter mitzumachen. Welche Lösungsoptionen bieten sich aus Sicht Deines Helden?

3. Überheblichkeit – Die eigenen Fähigkeiten überschätzen

Arroganz Pixabay Dennis Tröger bessere Entscheidungen treffen Mindtelling

Von Pixabay

Überheblichkeit (Hochmut oder Eitelkeit) ist eine der sieben Todsünden. Ok, so eng sehen wir das heute nicht mehr… Trotzdem ist Überheblichkeit ein weiterer Grund dafür, dass Du keine besseren Entscheidungen triffst als Du eigentlich könntest.

„Ich bin nicht überheblich, ich kann es einfach!“

Überheblichkeit zeigt sich in verschiedenen Variationen:

  1. Du prüfst wichtige Annahmen nicht noch einmal
  2. Du bereitest Dich nicht gründlich vor und nimmst alles auf die leichte Schulter
  3. Du nimmst Hilfe nicht an

Egal, wie es endet, Deine Entscheidungsfähigkeit wird durch Überheblichkeit verschlechtert. Damit Du trotzdem bessere Entscheidungen treffen kannst hilft Dir folgende Frage:

Was würde jemand tun, der sich unsicher wäre?

Versuche die Perspektive eines Menschen anzunehmen, der mit der Situation vielleicht sogar überfordert wäre. Würde er nicht alles tun, damit die Entscheidung gut ist und er jede Information zur Verfügung hat?

Für Mindteller:

Dein Held ist nicht überheblich. Er kennt seine Fähigkeiten und Talente sehr genau. Auch für Dich gilt: Schau genau, was Dein Held tun würde, um seine Überheblichkeit auszumerzen.

4. Der dritte Affe: Wahrheit ausblenden

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Jakub Hałun – Three wise monkeys, Tōshō-gū Shrine, Nikkō von Wikipedia

Im japanischen Schrein  Tōshō-gū  ist der dritte Affe derjenige, der sich die Augen zuhält. Denn genau das passiert oft genau dann, wenn wir schwere Entscheidungen zu treffen haben. Getreu dem Motto „Es darf nicht sein, was nicht sein kann“ werden Fakten unter den Tisch gekehrt oder mit niedrigen Gewichtungen bewertet.

An diesem Punkt wird komplett auf die eigene Intuition umgestellt und im schlimmsten Fall geht jeder Sinn für die Realität verloren. Wie das aussehen kannst Du in dieser Szene aus „Der Untergang“ sehr schön sehen:

Den dritten Affen zum „Sehen“ motivieren um bessere Entscheidungen treffen zu können

Um bessere Entscheidungen treffen zu können musst Du den dritten Affen zum Sehen motivieren. Mit den folgenden Schritten gewinnst Du den nötigen Abstand:

  1. Suche Dir eine Person der Du vertraust und erkläre die Situation. Es sollte ich um eine Person handeln, die ansonsten nichts damit zu tun hat.
  2. Sorge dafür, dass es bei dem Gespräch nicht um DICH und DEINE Entscheidung geht. Es geht um die Situation. Andernfalls läufst Du Gefahr das Ganze persönlich zu nehmen.
  3. Nimm eine sogenannte „Meta“-Position ein: Wie würde ein Person die Du bewunderst mit der Situation umgehen? Welchen Wahrheiten würde sie sich stellen?
  4. Die Geschichte ändern: Mach Dir klar, dass falsch liegen völlig normal ist. Selbst bei einem Fußballspiel, dessen Regeln völlig klar sind, kann keiner sagen, was in der 43 Minute passiert. Das Leben und die Arbeitswelt ist viel komplexer. Also: Chill.

Für Mindteller:

Mit Deinem Helden kannst Du einfacher eine Meta-Position einnehmen. Das bedeutet, dass Du den dritten Schritt der obigen Übung mit Deinem Helden durchführst.

5. Faulheit – Den Status Quo akzeptieren, um keine Arbeit haben zu müssen

Änderungen kosten Kraft und Energie. Manchmal hält uns schlicht und ergreifend Faulheit davon ab bessere Entscheidungen zu treffen. In diesem Fall sind wir lieber Bereit zu leiden, als ein bisschen Aktivierungsenergie zu investieren. In der Biologie wird das durch einen Katalysator erledigt:

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Bilquelle: Made by Bkell in Inkscape by tracing the original image by Vinay.bhat, who holds the copyright but has released all rights. Translated by Leyo derivative work: Roland.chem via Wikipedia

Solltest Du keine Ahnung haben, was diese Grafik Dir sagen soll: Der kleine schwarze Hügel ist Deine momentane Faulheit – Du kommst einfach nicht drüber. Alles was Du tun musst, ist den Hügel kleiner zu machen. Doch wie?

Vielleicht kennst Du das: Du sitzt am Schreibtisch und weist, dass es da diese eine Aufgabe gibt, die Du unbedingt erledigen solltest. Aber Du hast absolut keine Lust dazu. Meistens war es in der Vergangenheit dann so, dass es dann gar nicht mehr so schlimm war, nachdem Du angefangen hattest.

Aktivierungshügel verkleinern – Faulheit hinter Dir lassen

Damit Dein „Aktivierungshügel“ (aka Faulheit) möglichst klein ist, kannst Du folgenden Trick anwenden:

  1. Schließe die Augen und entspanne Dich. Vor Dir erscheint eine Art Zeitstahl. Du beginnst ihm zu folgen, bis Du heute in einem Jahr erreichst.
  2. Visualisiere die Welt jetzt, wie Deine Zukunft aussehen wird, wenn Du Deiner Faulheit nachgibst.
  3. Vielleicht bedrückt Dich das Gefühl, dass Du nicht all das erreicht hast, wozu Du fähig gewesen wärst. Du bist vielleicht traurig um die Chancen, die Du verpasst hast.
  4. Jetzt siehst Du wie das Bild langsam schwarz-weiß wird und langsam verblasst und schließlich verschwindet. Jetzt bewegst Du Dich langsam auf dem Zeitstrahl wieder zurück.

Dieses bedrückende Gefühl kann Dir helfen den Ansporn zu finden die Faulheit hinter Dir zu lassen und damit bessere Entscheidungen zu treffen.

Auf Seite zwei geht es dann demnächst mit den fehlenden Werkzeugen weiter!

Welches dieser Werkzeuge wirst Du anwenden? Teile uns Deine Meinung!

Teil 1 – Bessere Entscheidungen treffen

Teil 2 – Bessere Entscheidungen treffen

Teil 3 – Priming nutzen, um bessere Entscheidungen treffen zu können

 

Denn wer gut Entscheidet, fühlt sich besser (true story):


Leonardo DiCaprio

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